Jahresrückblick 2017 – das Jahr mit der Kiste

Vor etwa einem Jahr um diese Zeit fiel es mir mal wieder auf: Ist es nicht unfassbar, wie schnell 365 Tage vergehen? 365 mal aufstehen, 365 mal schlafen gehen, 365 mal Frühstück, Mittagessen, Abendbrot… zack, vorbei wie ein Wimpernschlag. Und dann kommt Silvester und wir fragen uns, wie es denn so war, unser Jahr. Wir erinnern uns natürlich an die großen und wichtigen Ereignisse, an besonders traurige, schwierige oder glückliche Momente. Aber im Großen und Ganzen knüllt sich das alte Jahr, kaum ist es zu Ende, einfach zusammen und verschwindet bald in der gedanklichen Mottenkiste. Das wollte ich ändern und legte mir daher zu Beginn des Jahres 2017 DIE KISTE zu.

Kiste, Dose Glas – egal, Hauptsache Gefäß

Gedacht, getan. Um das Vorhaben nicht unnötig mit Pathos zu beladen, hielt eine leere Müslischachtel dafür her. Mit einem dicken Stift malte ich „2017“ darauf und platzierte sie an einem gut sichtbaren Platz im Küchenregal. Der Plan: Hier hinein sollten das ganze Jahr hindurch kurze Notizen der besonderen, denkwürdigen – kurz: erinnerungswürdigen Momente wandern. Das Ziel: Am Ende des Jahres die Notizzettel auspacken und so die festgehaltenen Momente Revue passieren lassen.

„Das muss ich unbedingt notieren“

Dass die meisten Notizen in den ersten Wochen entstanden und bald eine gewisse „Notier-Müdigkeit“ eintrat, wunderte mich nicht. Fand ich auch nicht schlimm. Was mich jedoch überraschte: Oft hielt ich bereits während besonders schöner Momente in Gedanken für mich fest: „Das muss ich notieren und in die Kiste packen.“ Anscheinend hatte ich die Idee doch verinnerlicht.

Schon beim Notieren ratterte es

Im Laufe des Jahres hat sich nun also ein stattlicher Haufen an Notizen angehäuft. Angeschaut habe ich sie natürlich noch nicht, das hebe ich mir für den 31.12. auf. Doch etwas für mich ebenso Schönes wie Unerwartetes kann ich schon jetzt sagen: Der mit Abstand größte Teil meiner Kisten-Notizen hat etwas mit Erlebnissen in oder rund um die Natur zu tun. Und zwar nicht der digital konsumierten, sondern der echten, wahrhaftigen Natur. Also mit draußen Sein, Naturerlebnissen, interessanten Lektionen und so weiter. Ist das nicht erstaunlich? Mich jedenfalls hat es sehr gefreut, denn es zeigt mir, dass ich hier, nah an der Natur, wohl doch nicht so ganz falsch aufgehoben bin.

In diesem Sinne wünsche ich rundum einen schönen, friedlichen Jahresausklang und einen ebensolchen Start ins neue Jahr.

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