Bergische Streifzüge Nr. 8: Steinhauerpfad

Endlich mal wieder machten wir uns auf zu einem der Bergischen Streifzüge. Diesmal der Steinhauerpfad, der einmal halbkreisförmig um das „steinreiche Lindlar“ führt. Zwar keine ausdrückliche Kindertour, aber mit 6,2 km Länge und viel Abwechslung gut machbar mit den Kleenen. Hilfreich für die Motivation zwischendurch: Hammer, Meißel und ein Fossilien-Bestimmungsbuch. Aber der Reihe nach.

Los geht‘s
Wir starten am Lindlarer Marktplatz und schlängeln uns zunächst durch Altstadtgassen. Dabei gilt: Nicht durcheinander bringen lassen, denn die Beschilderung ist, da die Tour in beide Richtungen begehbar ist, anfangs etwas verwirrend. Bevor es, nachdem wir einige Wohngebiete durchquert haben, rechter Hand bergauf in den Wald geht, passieren wir den ehemaligen Lindlarer Bahnhof. Ab 1912 war er Endhaltstelle der Linie Köln-Mülheim – Lindlar, auch Sülztalbahn genannt. 1960 wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt. Noch weitere sechs Jahre dienten die Schienenwege dem Abtransport der Grauwacke aus den Lindlarer Steinbrüchen, 1966 jedoch nahm auch dies ein Ende und die Gleise wurden demontiert. „Bergische Streifzüge Nr. 8: Steinhauerpfad“ weiterlesen

Auf zu neuen Ufern

So, liebes Bergisches Land, drei Jahre halten wir es nun schon miteinander aus. Nun bin ich an dem Punkt, wo jede gute Beziehung einmal steht: Ich möchte dich näher kennenlernen. Umso mehr freue ich mich, dass die Gelegenheit schon in den Startlöchern steht: Bergisches Land, wir werden gemeinsam etwas Neues auf die Beine stellen. Eine Veranstaltung mit dem klangvollen (wenn auch etwas sperrigen) Namen: „Marktplatz Gute Geschäfte im Rheinisch-Bergischen-Kreis“. „Auf zu neuen Ufern“ weiterlesen

Von Baustellen, Lücken und einem Kick

Lange nichts geschrieben hier. Leider. Es hatten sich in den letzten Monaten einige Wogen aufgetan, die dieser Blog wohl durchkreuzen musste. Zum einen die lästige Sache mit der DSGVO, die mich im Mai auf Trab hielt. Meinem Netzwerk und meiner tollen Web-Frau sei Dank – sonst hätte ich noch viel ratloser dagestanden, mit all den neuen Vorgaben.

Und noch ’nen Relaunch
Viel Zeit hat mich die Chose gekostet und die Einsicht zutage gefördert, dass auch die in die Jahre gekommene Website meines Brotjobs als Redakteurin und Texterin ein Facelift braucht. Gesagt getan, also auch hierfür eine externe Fachfrau gesucht und gefunden. (Ergebnis in Bälde sichtbar!) Und dann kam noch das Leben dazwischen: Krankheiten und ein Schicksalsschlag im näheren Umfeld, ein unerwarteter riesiger Redaktions-Auftrag, eine tolle regionale Kooperation, die Übernahme einer Krankheitsvertretung…

Es brodelte
Während all dieser Zeit gärte es in meinem Hirn in Sachen „Vor den Toren“. Grandiose Ideen hakten sich fest oder verpufften wieder. Über mein Andocken am Overather Coworking Space entstanden peu à peu neue Verknüpfungen und ich merke immer mehr, wie sehr es mir unter den Nägeln brennt, über die Region und den ländlichen Raum zu schreiben. Und noch etwas merkte ich: Das Leben im Ländlichen treibt immer mehr Menschen um. Aber Brotjob und außerblogisches Leben beharrten auf Vorfahrt im Hirn und knockten meinen Enthusiasmus teilweise komplett aus. Das Ergebnis: Unzufriedenheit auf der ganzen Linie.

Ein Kick zur rechten Zeit
Anfang Juni stolperte ich durch Zufall über eine Fachveranstaltung in Süddeutschland, und wusste: „Wenn ich da nicht hinfahre, kann ich mein Blog dichtmachen, denn dann nehme ich das alles nicht ernst genug.“ Binnen weniger Stunden waren Arbeit, Unterkunft, Anreise delegiert, arrangiert, organisiert – und ich für die „Fachbegegnung Stadt & Land: Diversität jenseits urbaner Räume“ in Reutlingen akkreditiert. Wie sehr mich diese Veranstaltung bereichert hat und welche Menschen ich dort getroffen habe, berichte ich in Bälde.

Und nu‘?
Nu‘ geht’s hier also ganz normal weiter im Text. Über vier Monate Zeit verstrichen seit dem letzten Blog-Eintrag – aber das ist nun manchmal einfach so, wenn andere Baustellen zu viel abverlangen.

Diese Baulücke erzählt Geschichte(n)

Die Overather Kirche im Museum Kommern

Ich habe eine Schwäche für alte Häuser –  vor allem, wenn an ihnen der Zahn der Zeit nagt, oder sie unscheinbar wirken, aber eine spannende Vergangenheit haben. Doch während (Groß)städte ihre architektonischen Schätzchen meist hegen, pflegen und herzeigen, ist dies im ländlichen Raum oft nicht ausgeprägt. Dabei mangelt es dort nicht an interessanten Geschichten. So auch in Overath, das sich seit 2017 sogar mit einer ganz besonderen Baulücke einem Museumsexponat schmücken kann. „Diese Baulücke erzählt Geschichte(n)“ weiterlesen

Meine Top Five: Ungeahnte Neuanschaffungen

Wenn man eine 3-Zimmer-Wohnung in der Innenstadt gegen ein häusliches Domizil auf dem Land tauscht, rechnet man ja durchaus damit, einiges Neues dazukaufen zu müssen. Unerwarteterweise waren dies jedoch weniger Möbel, als vielmehr lauter kruschtelige Kleinigkeiten. Meine Top Five:

  1. Eine Kuchenabdeckhaube, Kuchenglocke, Kuchenumhüllung…? Ein Kuchen-Transport-Dingens, denn zu keiner Zeit vorher habe ich zu so vielen Anlässen Kuchen transportiert (Sportfest, Erntedankfest, Karnevalsparty, Fußballturnier, Grillfest mit der Schule…)
  2. Zeckenzange (im Sommer im Dauereinsatz)
  3. Handwaschpaste (denn dreckige Finger gehen immer auch NOCH dreckiger)
  4. Gelierzucker (jaha, meine Premiere in Sachen Einkochen)
  5. Abschleppseil (ich berichtete davon!)

Fastelovend und ming Hätz

Auf verschlungenen Wegen landete ich 1997 zum ersten Mal im Kölner Karneval – an Weiberfastnacht in einer WG auf der Neusser Straße. Als ich morgens aus der Dusche trat, stand schon eine Flasche Kölsch für mich auf dem Waschbecken. Zum Frühstück gab es Berliner und die gefühlt 14 WG-Bewohner wuselten teils halbnackt, teils kostümiert um mich herum. „Fastelovend und ming Hätz“ weiterlesen

Von Kettensägen bis Kuhkuscheln: Freizeitportal Stadtkonfetti

Hin und wieder gibt es diese beglückenden Momente, in denen man Menschen trifft, die auf eine ganz ähnliche Weise schräg sind sich für dieselben Dinge begeistern, wie man selbst.  Und obwohl wir uns bislang nur virtuell begegnet sind, wusste ich sofort, dass dies auch auf Tinka Rohlfing und Kerstin Dimpfel zutrifft. Denn auch sie sammeln Flyer, stöbern Geheimtipps in der Region auf, schreiben über Ausflüge, Veranstaltungen, Events und und und…. „Von Kettensägen bis Kuhkuscheln: Freizeitportal Stadtkonfetti“ weiterlesen