Bergische Kaffeetafel (im Selbstversuch)

Es stand eine Feier an im Hause Peter. Für mich ein Anlass, mich einmal (natürlich ausschließlich zur Studie des regionalen Brauchtums 😉 ) mit dem Thema Bergische Kaffeetafel auseinanderzusetzen. Da ich diesen Klassiker der Bergischen Küche noch nie originalgetreu genossen habe, war ein wenig Recherche nötig.

Dröppelminna
Die Dröppelminna, eine bauchige, metallene Kaffeekanne

Viel Zeit mitbringen – und einen leeren Magen
Fest steht: die Kaffeetafel genießt man nicht mal eben zwischendurch. Denn es wird ordentlich aufgetischt – und zwar all das, was Haus und Hof hergeben. Traditionell gilt die Bergische Kaffeetafel als ein sonntäglicher Festschmaus, den mit Vorliebe Städter auf ihrer Landpartie genossen. Zu den unverzichtbaren Bestandteilen gehören:

  • Kaffee (aus der Dröppelminna)
  • Waffeln mit Sahne und heißen Kirschen
  • Rosinenblatz
  • Schwarzbrot
  • Verschiedene süße Brotaufstriche
  • Leberwurst
  • Bergischer Korn (hilft bei der Verdauung)

Wo bekommt man die Kaffeetafel?
Wer eine Bergische Kaffeetafel aus professioneller Hand genießen möchte, wird am ehesten in eher traditionellen Ausflugs- und Landgasthöfen fündig werden. Der Flyer „Bergische Kaffeetafel“ vom Portal „Das Bergische“ listet über 50 entsprechende Restaurants und Cafés auf. Teils ist eine vorherige Bestellung bzw. eine Mindestgästezahl notwendig.

Was stand nun bei mir auf dem Tisch?
Erfreulicherweise ist die Zusammensetzung der Kaffeetafel variabel (und im Zweifelsfall lässt sich immer mit einer „regionalen Variation“ argumentieren). Eine Dröppelminna konnte ich leider nicht auftreiben, aber ich arbeite daran. Ansonsten gab es:

  • Waffeln mit Sahne
  • Kirschkuchen
  • Rosinenblatz
  • Schwarzbrot
  • Bergischer Honig und selbstgemachte Marmelade
  • Käse- und Wursthäppchen
  • Obstsalat
  • Saure Gurken
  • Blätterteigstangen, gefüllte Eier, weiße Schokoladenmousse (mitgebracht von unseren türkischstämmigen Freunden)

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