Flussfahrt-Experience: Mit dem Schlauchboot auf der Agger

Das Fazit mal vorneweg: Schlauchbootfahren auf der Agger ist top! Wenn denn der Wasserstand hoch genug ist. Denn dann bleibt einem so manche Mühe (und vorzeitiger Tourabbruch) erspart. Aber der Reihe nach.

Es braucht nicht viel Vorbereitung

Um sich ans Thema „Flussfahrt für Anfänger“ langsam ranzutasten, genügt ein handelsübliches Kajak oder Schlauchboot. Kinder sollten sicherheitshalber eine Schwimmweste tragen, sämtliche Utensilien kommen am besten in wasserdichte Umhüllungen. Der Wasserstand der Agger sollte mindestens 70 cm betragen. Überprüfen kann man dies tages- und sogar stundenaktuell auf den Seiten des Aggerverbands.

Einsteigen und loslegen

Eine gute Einstiegsstelle – ohne Wehre und allzu viele Stromschnellen befindet sich am Ortsausgang von Vilkerath Richtung Engelskirchen, (von der Straße „Zur Kaule“ durchs Gebüsch Richtung Flussufer gehen). Ein Stück flussabwärts vom Grillplatz an den Vilkerather Aggerauen gibt es einen einfachen, nicht zu steilen Zugang zur Agger. Vorsicht ist geboten beim Anblick einer seltsam exotisch anmutenden Pflanze mit weit ausladenden Blättern und Blüten. Es ist die sogenannte Herkulesstaude (auch Riesenbärenklau). Unbedingt den direkten Kontakt vermeiden. Bei direkter Berührung mit der Haut gibt es fiese, äußerst schmerzhafte Pusteln und Flecken.

Auf dem Fluss

Und los geht’s. Gleich zu Beginn etwas ruckelig, aber schon bald beruhigt sich das Wasser wieder und man fährt, rudert oder treibt beschaulich auf dem mitunter ganz schön schmalen Flüsschen dahin. Schön ist es, die Wiesen, Bäume und den Wald mal aus dieser Perspektive zu betrachten. Entschleunigung pur! Und schon bald zeigt sich, warum der Wasserstand tatsächlich 70 cm (und nicht etwa 55 … öhöm) betragen sollte: bei zu niedrigem Wasser kommt man a) nur recht langsam vom Fleck und b) sorgen die bedrohlich stark aus dem Wasser ragenden Steine dafür, dass wahlweise Knie oder Hinterteil mitunter empfindlich ramponiert werden. Dummerweise steckt auch ein Schlauchboot spitzes Gestein nicht gut weg, was dazu führen kann – wie geschehen – eine Tour bereits nach gut einer Stunde zu beenden.
Dennoch: Ein Riesenspaß – und garantiert erst der Auftakt für eine Flussfahrt-Versuchsreihe. Dann mit neuem Schlauchboot – und witterungsbedingt möglicherweise auch erst nächstes Jahr. In diesem Sinne: Flussfahrt-Experience to be continued…!

Und das wäre Ihr Preis Ziel gewesen…

Ursprünglich angepeilt – und als Ziel sicherlich empfehlenswert – war die Naturschule Aggerbogen in Lohmar.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.